Chorkonzert 2025 Sängerkranz Igersheim in der kath. Kirche St. Michael

16.11.2025

Nach dem großartigen Erfolg vor einem Jahr, hatte der Sängerkranz Igersheim auch heuer zu einem Chorkonzert in der beindruckenden Kulisse der im neuromantischen Stil erbauten katholischen Pfarrkirche St. Michael eingeladen.

Gestaltet wurde das Konzert wieder vom „gemischten Chor“ des Sängerkranz (Leitung Michael Schlor) und dem Projektchor „SINGforFUN“ (Leitung Janina Zängle), die so zusammen das Jahr 2025 musikalisch ausklingen ließen.

 

Moderatorin Monika Schmieg führte wieder charmant, informativ und gefühlvoll durch das Programm. Sie spielte elegant mit den Worten und regte die Zuhörer dadurch des Öfteren zum Nachdenken und zum Schmunzeln an. 

 

Das Programm bot eine bunte Mischung aus Liedern und Songs, welche einerseits die Herzen berühren, zum 

Nachdenken anregen, die aber auch für Freude, Wohlgefühl und Gänsehaut- Feeling sorgten. Und als das Konzert zu Ende war, sah man bei den singenden Akteuren wie den begeisterten Zuhörern durchwegs zufriedene und glückliche Gesichter.

 

Das mit Bedacht – auch entsprechend dem Ort des Konzerts – ausgewählte Programm, offerierte die ganze Bandbreite des Chorgesanges, wie internationale Songs und traditionelle Lieder – auch mit klerikalem Einschlag - und Songs aus dem reichen Schatz der europäischen und internationalen Gesangskultur. Schon der Einstieg in das Konzert mit dem Kanon „Herbst“, ließ die einmalige Akustik des Gesangs zur Geltung kommen. Man hatte das Gefühl, die Gesangswellen werden von der Höhe des Raumes zurück geworfen in das Kirchenschiff und entfalten bei den Zuhörern so die ganze Stimmengewalt der annähernd 40 Kehlen der beiden Chöre. Und hätte man die Augen geschlossen, hätte man sie herunterfallen hören, die letzten Blätter von den schon fast kahlen Bäumen. Und im Nu war der Bann gebrochen zwischen den beiden Chören und dem Publikum, das sich animieren ließ von den vorgetragenen Melodien. 

 

Es gibt Momente, so Moderatorin Monika Schmieg, in denen man einfach still und zur Ruhe kommen möchte - das Lied „Peace I Give“ als einfache aber kraftvolle Botschaft schenkte dem zuhörenden Publikum nun genau so einen Moment. Das mit etwas Ironie angehauchte und voller Humor steckende Lied von Oliver Gies „Ode an die Heimat“, beendete die erste Gesangsrunde der beiden Chöre. Das Lied, dessen Text vielen Auslegungsvarianten standhält, ist eine in die digitale Welt und ins Menschliche abgleitende Liebeserklärung an die Heimat. Denn laut Text ist Heimat nicht nur dort wo man sich am wohlsten fühlt, sondern auch dort wo der Kühlschrank nie leer ist, man die Toilette im Dunklen findet und sich das WLAN von alleine verbindet. Der gemischte Chor stellte sich mit der in Deutsch gesungenen berührenden Ballade „Over The Rainbow“ vor, die durch die charismatische sanfte Stimme des allzu früh verstorbenen hawaiianischen Sängers Kamakawiwo´ole weltbekannt wurde. Mit den Liedern „Das ist Freiheit“, „Ich will an dich glauben“, „Anker in der Zeit“ und „Wo ich auch stehe“ präsentierte der gemischte Chor modernes und aktuelles kirchliches Liedgut. Der Song „Die Rose“ wurde ursprünglich für den Film über das kurze aber heftige Leben der legendären Soulsängerin Janis Joplin geschrieben, aber bekannt geworden u.a. durch Peter Alexander und Helene Fischer. Er ist eine Ode an die Liebe, die oftmals ist wie eine Rose: Schön, zart, zerbrechlich, verletzlich und doch voller Kraft. In dem 1974er Song „Season in the sun“ geht der Hilferuf von Terry Jacks nach Sicherheit in die Welt hinaus, in der nichts mehr sicher zu sein scheint. 

Mit  „Music Is The Key“ setzte der Projektchor „SINGforFUN“ dann ein erstes Ausrufezeichen seiner gesanglichen Möglichkeiten. Der Song, der die heilende und verbindende Kraft der Musik umschreibt ist eine Einladung, ja geradezu die Aufforderung „COME ON SING WITH ME“ an die Zuhörer. Schlechte Nachrichten gibt es zu Hauf, deshalb sorgten die Akteure um Janina Zängle mit dem Rhythmus von „Good News“ und angekündigt als der musikalische Stimmungsbooster, für entspannte Stimmung bei den begeisterten Zuhörern. Beim Love- Song „In This Heart“ der irischen Sängerin Sinead O´Conner, hörte man es förmlich knistern im Rund des Kirchenschiffes. Schon die ersten Töne von diesem sicherlich emotionalen Höhepunkt des Konzerts, erzeugten Gänsehaut- Feeling beim Publikum. Die vor drei Jahren verstorbene Sängerin erzählt in diesem Lied von Liebe, Sehnsucht und all den Gefühlen, welche die Menschen in sich tragen. Es ist ein Song der berührt, nachdenklich macht und gleichzeitig daran erinnert, wie schön es ist Gefühle zuzulassen und zu teilen. Das energiegeladene Lied „Mamaliye“ nahm die Zuhörer mit zu einem Kurzurlaub in die Weiten von Afrika. Der in der Sprache der „Xhosa“ gesungene Zulu-Song „Kommt Mütter wir danken euch von Herzen. Lasst und tanzen, lasst uns singen“ ist eine Hommage an die Frauen und Mütter. Er strahlte Temperament, Kraft, Energie und Leidenschaft aus, die sich spontan auf das Publikum übertrug. 

 

Nach diesem musikalischen Feuerwerk durften sich die beiden Chöre erst einmal sonnen im nicht enden wollenden Beifall der restlos begeisterten Zuhörer, die dieses ganz besondere gesangliche Erlebnis bestimmt mitnehmen werden zum bevorstehenden Fest der Liebe, dem Weihnachtsfest. Zuvor hatten die beiden Chöre mit der Ballade „Give us Hope“, des amerikanischen Komponisten Jim Papoulis, die die universelle Botschaft der Hoffnung ausdrückt, gemeinsam das Finale des Konzerts eingeläutet. Und zum guten Schluss erging mit dem Lied „Wir hätten gern noch mehr Lieder gesungen“ ein vielstimmiges Dankeschön der singenden Akteure um Michael Schlor und Janina Zängle an die restlos zufriedenen Zuhörer, die wieder ein Chorkonzerts erlebten, das alles beinhalte was den Chorgesang so interessant, liebens- und hörenswert macht.